altmühlfranken. Der starke Süden.

Erneuerbare Energien im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

In Sammenheim
Windräder in Degersheim
Windräder in altmühlfranken

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In altmühlfranken ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Bis zum Jahr 2001 gab es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen keine wesentliche Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Seither hat sich einiges getan! Von 2001 bis 2004 stand der Ausbau der Windkraft im Vordergrund, während ab 2004 vor allem der Bereich der Photovoltaik- und Biogasanlagen stark wuchs.

Die Stromerzeugung aus den erneuerbaren Energien im Landkreis setzt sich dabei folgendermaßen zusammen (Stand 2014):

  • Biomassestrom      48,4 %
  • Solarstrom            34,3 %
  • Windkraft              16,6 %
  • Klärgas                  0,3 %
  • Wasserkraft           0,4 %

Die gesamte Einspeisungsmenge von EEG-Strom betrug im Jahr 2015 443.784 MWh (Quelle: EnergyMap, Stand Ende 2015). Im Zeitraum von 2011 bis 2015 konnte somit die gesamte Einspeisungsmenge von EEG-Strom im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mehr als verdoppelt werden. Bezogen auf den bundesdeutschen Durchschnittsstromverbrauch pro Einwohner von 7,4 MWh/Jahr beträgt der Anteil des tatsächlich eingespeisten EEG-Stroms im Landkreis

  • 29 Prozent im Jahr 2010,
  • 40 Prozent im Jahr 2011,
  • 52 Prozent im Jahr 2012,
  • 61 Prozent im Jahr 2014,
  • 63 Prozent im Jahr 2015 (EnergyMap, Stand Ende 2015).

Der Bezug auf den „bundesdeutschen Durchschnittsbürger“ berücksichtigt nicht die unterschiedlichen Stromverbräuche, z.B. in einem ländlichen Landkreis wie dem unserem im Unterschied zu einem Ballungsraum wie z.B. München. Im Sinne des „Selbstversorgungsgrades“ mit Strom sollte eigentlich der Stromverbrauch vor Ort als Maßstab gelten. Leider gibt es keine landkreisscharfen Verbrauchszahlen von den Stromversorgern. Die Energieagentur Nordbayern beziffert den jährlichen Stromverbrauch im Landkreis WUG auf ca. 450.000 MWh oder 4,75 MWh pro Einwohner. Bezogen auf den regionalen Verbrauch steigt damit der EEG-Stromanteil bei uns auf

  • 45 Prozent im Jahr 2010,
  • 62 Prozent im Jahr 2011 und
  • 77 Prozent im Jahr 2012 (EnergyMap, Stand 16.02.13).

Derzeit erzeugen 65 Biogasanlagen (Stand Ende 2015) im Landkreis nicht nur Strom, sondern produzieren auch Wärme. Aufgrund der EEG-Novellierungen 2012 und 2014 kommt der Neubau fast vollständig zum Erliegen. Die Anlagen werden im Durchschnitt aber leistungsfähiger, da die Nachfrage nach Nahwärmenetze zur Versorgung einer großen Zahl von Haushalten in den Dörfern immer größer wird. Alle Anlagen im Landkreis nutzen die anfallende Wärme zumindest für die Beheizung ihrer eigenen oder benachbarten Gebäude. Umso erfreulicher ist es, dass aktuell etwa 30 Nahwärmenetze mit mehr als 10 Abnehmern im Landkreis existieren bzw. entstehen. Das Problem ist nur, dass sich die Hälfte der installierten elektrischen Leistung in fünf Gemeinden ballt.

Im Landkreis sind mittlerweile auch 39 Windenergieanlagen im Betrieb (Stand Ende 2015). Bei manchen Anlagen im Landkreis wurden in der Vergangenheit auch schon Repowering-Maßnahmen durchgeführt.

Die Anzahl von PV-Anlagen im Landkreis ist eine beeindruckende Summe. Laut Angaben der Internetseite „EnergyMap“ sind 6.312 Anlagen mit einer durchschnittlichen elektrischen Leistung von 138 MW (peak) installiert (Stand Januar 2016). Den größten Teil dieser Anlagensumme machen vorwiegend die Dachanlagen bis 30 kW auf Privathäusern aus, aber auch ein paar PV-Freiflächenanlagen gibt es im Landkreis zu sehen.


Mehr Infos zur Potenzialanalyse

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Wieviel Strom kann mit Hilfe von Sonne, Wind, Biomasse und Wasser in unseren Gemeinden oder im Landkreis gesamt erzeugt werden? Die Potenzialanalyse für Erneuerbare Energien gibt darüber Auskunft.


EnergyMap

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Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. errechnet für alle Regionen Deutschlands anhand realer Produktionszahlen den Stromanteil aus erneuerbare Energien


Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

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Mehr Infos zur Entwicklung von Biogasanlagen im Landkreis 


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