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Erneuerbare Energien im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

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In altmühlfranken ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Bis zum Jahr 2001 gab es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen keine wesentliche Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Seither hat sich einiges getan! 

Insgesamt ist im Landkreis eine Leistung aus regenerativen Energiequellen in Höhe von 297,439 MW (ohne Wasserkraft) eingespeist. Die Aufteilung zwischen den einzelnen Bereichen gliedert sich wie folgt (Stand 2018):

  • Photovoltaik (gebäudeintegriert): 40,77% (6.905 Anlagen)
  • Photovoltaik (Freiflächen):             8,49% (15 Anlagen)
  • Windkraft:                                  36,34% (52 Anlagen)
  • Biomasse:                                  14,40% (105 Anlagen)
  • Wasserkraft:                               k.A.      (31 Anlagen)

Im Jahr wurden im Landkreis insgesamt 553.598 MWh Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt. Die Aufteilung gliedert sich wie folgt:

  • Photovoltaik (gebäudeintegriert): 120.110MWh (21,70%)
  • Photovoltaik (Freiflächen):             28.771MWh (5,20%)
  • Windkraft:                                  175.536MWh (31,70%)
  • Biomasse:                                  229.181MWh (41,40%)
  • Wasserkraft:                               k.A.      

Die gesamte Einspeisungsmenge von EEG-Strom betrug im Jahr 2018 553.598 MWh (Quelle: Energie-Atlas Bayern). Im Zeitraum von 2010 bis 2018 konnte somit die gesamte Einspeisungsmenge von EEG-Strom im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nahezu verdreifacht werden. Bezogen auf den bundesdeutschen Durchschnittsstromverbrauch pro Einwohner von 7,4 MWh/Jahr beträgt der Anteil des tatsächlich eingespeisten EEG-Stroms im Landkreis

  • 29 Prozent im Jahr 2010,
  • 40 Prozent im Jahr 2011,
  • 52 Prozent im Jahr 2012,
  • 61 Prozent im Jahr 2014,
  • 63 Prozent im Jahr 2015 (EnergyMap, Stand Ende 2015)
  • 81 Prozent im Jahr 2018 (Energie-Atlas Bayern Abruf 2020)

Der Bezug auf den „bundesdeutschen Durchschnittsbürger“ berücksichtigt nicht die unterschiedlichen Stromverbräuche, z.B. in einem ländlichen Landkreis wie dem unserem im Unterschied zu einem Ballungsraum wie z.B. München. Im Sinne des „Selbstversorgungsgrades“ mit Strom sollte eigentlich der Stromverbrauch vor Ort als Maßstab gelten. Leider gibt es keine landkreisscharfen Verbrauchszahlen von den Stromversorgern. Die Energieagentur Nordbayern beziffert den jährlichen Stromverbrauch im Landkreis WUG auf ca. 450.000 MWh oder 4,75 MWh pro Einwohner. Bezogen auf den regionalen Verbrauch steigt damit der EEG-Stromanteil bei uns auf

  • 45 Prozent im Jahr 2010,
  • 62 Prozent im Jahr 2011 und
  • 77 Prozent im Jahr 2012 (EnergyMap, Stand 16.02.13)
  • 123 Prozent im Jahr 2018

Derzeit erzeugen 105 Biogasanlagen (Stand Ende 2018) im Landkreis nicht nur Strom, sondern produzieren auch Wärme. Aufgrund der EEG-Novellierungen 2012 und 2014 kommt der Neubau fast vollständig zum Erliegen. Die Anlagen werden im Durchschnitt aber leistungsfähiger, da die Nachfrage nach Nahwärmenetze zur Versorgung einer großen Zahl von Haushalten in den Dörfern immer größer wird. Alle Anlagen im Landkreis nutzen die anfallende Wärme zumindest für die Beheizung ihrer eigenen oder benachbarten Gebäude. Umso erfreulicher ist es, dass aktuell etwa 30 Nahwärmenetze mit mehr als 10 Abnehmern im Landkreis existieren bzw. entstehen. Das Problem ist nur, dass sich die Hälfte der installierten elektrischen Leistung in fünf Gemeinden ballt.

Im Landkreis sind mittlerweile auch 52 Windenergieanlagen im Betrieb (Stand Ende 2018). Bei manchen Anlagen im Landkreis wurden in der Vergangenheit auch schon Repowering-Maßnahmen durchgeführt.

Die Anzahl von PV-Anlagen im Landkreis ist eine beeindruckende Summe. Laut Angaben des "Energie-Atlas Bayern" sind 6.905 gebäudeintegrierte Anlagen sowie 15 Freiflächenanlagen installiert (Stand Ende 2018).

Mehr Infos zur Potenzialanalyse

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Wieviel Strom kann mit Hilfe von Sonne, Wind, Biomasse und Wasser in unseren Gemeinden oder im Landkreis gesamt erzeugt werden? Die Potenzialanalyse für Erneuerbare Energien gibt darüber Auskunft.

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EnergyMap

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. errechnet für alle Regionen Deutschlands anhand realer Produktionszahlen den Stromanteil aus erneuerbare Energien

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Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Mehr Infos zur Entwicklung von Biogasanlagen im Landkreis 

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Netzwerk Erneuerbare Energien in Westmittelfranken

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