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Das Natur- und Umweltprogramm des Landkreises

Im Natur- und Umweltprogramm werden die aktuellen und die nachhaltig laufenden Projekte des Landkreises aus den Bereichen „Umwelt- und Naturschutz”, „Klimaschutz” und „Umweltbildung” zusammengefasst – über Artenhilfsmaßnahmen, Landschaftspflege und Biodiversitätsprojekte bis hin zur E-Mobilität, „Grünen Hausnummer“ und dem Freiwilligen Ökologischen Jahr für junge Menschen sowie Bildungsangeboten aus den Bereichen Abfallwirtschaft und Naturschutz.

Anfang November 2021 wurde das Natur- und Umweltprogramm (NUP) 2022 vorgestellt. Neben Projekten, die unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit seit Jahren verfolgt und weitergeführt werden, startete man auch 2022 wieder mit neuen Projekten:

Neues Projekt: SandAchse Franken

SandAchse

Sandlebensräume im Landkreis

Bereiche unseres Landkreises befinden sich auf der sog. SandAchse Franken. Die während der letzten Eiszeit entstandenen Sandgebiete bieten einzigartige Lebensräume auf Extremstandorten. Die typischen Standortverhältnisse der Sandlebensräume verlangen ausgefeilte Strategien der Bewohner.

Die Blauflügelige Ödlandschrecke beispielsweise ist auf dem sandigen Untergrund aufgrund einer angepassten Farbgebung kaum mehr zu erkennen. Nur beim Auffliegen sieht man die leuchtend blauen Hinterflügel. Daneben kommt hier auch das Silbergras vor. Durch den kompakten Wuchs ist das empfindliche Innere vor Sonneneinstrahlung und Wind geschützt. Diese und andere Sandspezialisten sind so stark an ihren Lebensraum angepasst, dass ihnen ein Leben auf anderen Standorten kaum gelingen kann. Somit verschwinden mit den Sandlebensräumen auch die Bewohner. Heute finden etwa 300 gefährdete Arten in der fränkischen SandAchse ihren Lebensraum.

Neues Kooperationsprojekt des Naturparks Altmühltal:

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Altmühltaler Weiderind

Die dauerhafte Sicherung von extensivem Weidegrünland stellt eine bedeutende Grundlage für die Klimaentlastung dar. Diese überragende kulturlandschaftliche Leistung der Weidewirtschaft wird gezielt in das öffentliche Bewusstsein gehoben. Die über Jahrhunderte bewährte Koevolution von Weideland und Weidenutzung wird wieder aktiviert.

Mit dem Vermarktungs- und Marketingprojekt „Altmühltaler Weiderind“ wird auf dieser ökologischen Grundlage ein wertschöpfendes Regionalprodukt kreiert, das der Landwirtschaft und dem Lebensmittel verarbeiten den Handwerk ausgezeichnete Zukunftsperspektiven im Bereich des Naturpark Altmühltal bietet.  Und der Naturpark setzt damit  auch neue Maßstäbe für Klimaschutz, Landschaftspflege und Tierwohl.

Großprojekt:

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"vielfalt.erleben.altmühlfranken"

Im Jahr 2018 hat der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen das Projekt "vielfalt. erleben. altmühlfranken - Biodiversität auf öffentlichen Flächen" ins Leben gerufen. Damit wird auf landkreiseigenen Flächen die Artenvielfalt gesteigert.

Gemeinsam mit den Bauhöfen geht der Landkreis neue Wege im Umgang mit öffentlichen Flächen. Unter der Leitung von Frau Kerstin Gruber Freiraumplanung aus Neustadt a. Aisch werden von 2018 bis 2022 Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt und Vernetzung bereits bestehender Biotope geplant und umgesetzt.

Großprojekt: "chance.natur"

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Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal

Die Aue der oberen und mittleren Altmühl umfasst landesweit bedeutende Brutbestände von europaweit rückläufigen Wiesenlimikolen und stellt eines der wichtigsten binnenländischen Brutgebiete für diese Vogelgruppe in ganz Deutschland dar. Besonders bemerkenswert ist das sehr vollständige Artenspektrum der Wiesenvogel-Zönose im zentral gelegenen „Wiesmet“, das auch besonders anspruchsvolle Seltenheiten wie Rotschenkel und Uferschnepfe umfasst. Die seit Jahren sehr geringen bzw. zurückgehenden Nachwuchsraten unterstreichen jedoch die akute Notwendigkeit rascher und weiter greifender Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung der Brutbestände im gesamten Gebiet. Die Aufgabe soll im Rahmen eines Bundesförderprojekts „chance.natur“ bearbeitet werden.

Das Projektgebiet liegt in den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen und umfasst rund 7.000 ha. Träger des Projekts sind die beiden Landkreise, der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken e. V.

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