Auftaktveranstaltung Klimalandwirt
 
 

Initiative Klima-Landwirtschaft

Projekt zur Förderung von Klimaneutralität und Anhebung der Biodiversität in Altmühlfranken

Das Projekt „Klima-Landwirtschaft“ hat zum Ziel Unternehmen und Kommunen mit „Klima“-Landwirten und Landwirtinnen zusammenzubringen und gemeinsam an Lösungen zusammenzuarbeiten, die zur Kompensation von CO2 beitragen. Ein weiteres Projektziel ist auch eine Steigerung der Biodiversität. Konkrete Ansätze dafür gibt es auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Zusammenarbeit mit der Unternehmensinitiative UNNA, mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit zu verbessern und CO2-neutraler zu werden.

Ansprechpartner für das Triesdorfer Projekt ist der Leiter des Fachzentrums für Energie und Landtechnik, Herr Nobert Bleisteiner (norbert.bleisteiner@triesdorf.de), sowie Herr Kurt Herbinger von der Initiative Klima-Landwirt seitens der BayWa (vgl. Broschüre Klima-Landwirtschaft).

Weitere Informationen zur Initiative Klima-Landwirtschaft

Im Rahmen der Initiative Klima-Landwirtschaft (IKL) werden zukunftsorientierte Projektpartnerschaften in der Region geschaffen. Damit sollen Umweltleistungen der Landwirtschaft honoriert werden. Von einem für alle Teilnehmer nutzbarem Erkennungszeichen (Klima-Landwirtschaft Logo) begleitet und in einem standardisierten, anerkannten (Audit) Prozess definiert, wird auch in Altmühlfranken ein IKL-Klimapakt in Kooperation mit dem UNNA-Netzwerk organisiert. So belohnen Kommunen und kommunale Verbunde, Unternehmer, Bürger oder auch Institute und Organisationen, diejenigen Landwirte, die sich verpflichten, bestimmte Anbausysteme auf Ihren Feldern anzuwenden. Über Patenschaften werden die Landwirte finanziell für den Mehraufwand der geänderten Bewirtschaftung unterstützt.     

Die Flächen werden so bewirtschaftet, dass der Humusgehalt im Boden und die Biodiversität gefördert werden. Neben positiven ackerbaulichen Aspekten dient gute Humuswirtschaft auch dem Klimaschutz. Humusaufbau ist gelebter Artenschutz. Nicht nur die Artenvielfalt wird geschützt, auch die Organismen im Boden finden verbesserte Umweltbedingungen im Jahresverlauf. Zudem unterstützen die teilnehmenden Klima-Landwirte aktiv Ihre Bodenfruchtbarkeit. wodurch auch die Erträge gesteigert werden können.

Ein gesunder Boden schließt CO2 aus der Atmosphäre ein und weist eine geringere Freisetzung von CO2 und Treibhausgasen bei der Feldbearbeitung auf. In humusfördernden Anbausystemen wird regelmäßig weniger Mineraldünger benötigt, weil mehr Nährstoffe für die Pflanze aus organischer Substanz und pflanzlich gewonnenem (Leguminosen) Luft-Stickstoff geliefert werden. Dies vermindert im Vorfeld bei der industriellen Produktion den Bedarf an Energie und Rohstoffen wie z. B. Erdöl oder Trägerstoffen. Die dadurch verringerte Logistik für Beschaffung und Verteilung wirkt ebenfalls klimafreundlich.

Auftaktveranstaltung

Das Projekt startete mit der Auftaktveranstaltung am 09.11.2022 in Triesdorf. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden bereits landwirtschaftliche Betriebe, sowie Unternehmen und Kommunen für die Teilnahme am Projekt gewonnen. Herr Bleisteiner und Frau Sippl vom Fachzentrums für Energie und Landtechnik stellten zusammen das Projekt „Klimalandwirtschaft“ erneut vor und erläuterten die weiteren Vorgehensweisen. Die Eruierung der möglichen Maßnahmen, die im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen umgesetzte werden können, wird in Kooperation mit dem Fachzentrum für Energie und Landtechnik und dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken, der durch Herrn Fackler vertreten war, stattfinden. Als weiterer Referenten waren Herr Herbinger von der BayWa AG eingeladen, der den Monitorings-, Evaluierungs- und Auditierungsprozess der Initiative „Klimalandwirtschaft“ detailliert schilderte. Herr Goppelt aus Trommetsheim, als Vertreter der Landwirtschaft, stellte seinen nachhaltig geführten landwirtschaftlichen Betrieb und seine bereits durchgeführten Bemühungen, Humusaufbau zu steigern und Humusabbau zu vermeiden, vor.

Die teilnehmenden Unternehmen, die aus dem gesamten Landkreis kommen, merkten an, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit auch in der Industrie sei. Mit dem Projekt Klima-Landwirtschaft kann CO2 kompensiert werden und gleichzeitig etwas Gutes für die Region erreicht werden, ohne dabei Flächen durch Stilllegungen der Nahrungsmittelerzeugung zu entziehen.

Mit der Auftaktveranstaltung startet nun das dreijährige wissenschaftliche Projekt „Klima-Landwirtschaft“. Mittels Bodenproben, Begehungen und Dokumentationen soll der Projekt evaluierend begleitet und in einem halbjährlichen bzw. jährlichem Turnus als Bilanzberichte veröffentlicht werden. Am Ende der Projektzeit werden die Ergebnisse der Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität und des Aufbaus von Humus mit der einhergehenden Speicherung von CO2 im Boden geprüft. Mittels eines standardisierten und anerkannten (Audit) Prozess soll eine qualitativ hochwertige Zertifizierung des Projekts für die Teilnehmer gewährleistet werden.

Die Logos bzw. die Wappen der Projektpaten und der Kooperationspartner finden Sie in der nachfolgenden Bildergalerie.

Broschüre "Mit Klimapatenschaften Verantwortung übernehmen"

Broschüre "Mit Klimapatenschaften Verantwortung übernehmen" (1,7 MB)

Pressemitteilung Auftaktveranstaltung Initiative Klima-Landwirtschaft

Pressemitteilung Auftaktveranstaltung Initiative Klima-Landwirtschaft (247,8 KB)

Pressemitteilung Klima-Landwirtschaft - Projekt zur Förderung von Klimaneutralität und Anhebung der

Pressemitteilung Klima-Landwirt - Projekt zur Förderung von Klimaneutralität und Anhebung der Biodiversität in Altmühlfranken (127,6 KB)

Präsentationen Auftaktveranstaltung

Präsentation BayWa (2,3 MB)

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