vielfalt.erleben.altmühlfranken

Biodiversität auf öffentlichen Flächen

Im Jahr 2018 hat der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen das Projekt "vielfalt.erleben.altmühlfranken - Biodiversität auf öffentlichen Flächen" ins Leben gerufen. Damit wird auf landkreiseigenen Flächen die Artenvielfalt gesteigert.

Gemeinsam mit den Bauhöfen geht der Landkreis neue Wege im Umgang mit öffentlichen Flächen. Unter der Leitung von Frau Kerstin Gruber, Freiraumplanung aus Neustadt a. Aisch, werden von 2018 bis 2021 Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt und Vernetzung bereits bestehender Biotope geplant und umgesetzt. Maßnahmeorte sind landkreiseigene Flächen, vor allem Straßenrandstreifen, aber auch Anlagen am Landratsamt an den beiden Hauptstandorten in der Bahnhofstraße 2 und der Niederhofener Straße 3.

Im Rahmen von gemeinsamen Arbeitstreffen werden die Möglichkeiten und Herausforderungen der Pflegeumstellung diskutiert. Veränderte Schnittzeitpunkte, Verzicht auf Mulchen und eine Schnitthöhe von 10 cm sind erste anzustrebende Ziele.

Artenreiche Flächen, die durch Nachsaaten zusätzlich verbessert werden, brauchen eher mehr Mahd als bisher, um ihre höchste Artenvielfalt zu entwickeln. Dort ist die Mahd zweimal im Jahr angeraten. In straßenfernen Bereichen darf das Altgras über den Winter stehen bleiben oder sogar über einen längeren Zeitraum verbrachen. Die zunächst im Herbst eingesparte Mahd wird aber dann im Vorfrühling nötig, um Verbuschung zu verhindern und die Artenvielfalt langfristig zu erhalten.

Eine defensivere Mahd wird bald schon in unserem Landkreis zu sehen sein - ebenso wie die Vielfalt des Lebens auf unserer schönen Erde. Sie zu schützen ist unser aller Ziel, denn nur intakte Lebensräume mit hoher Artenvielfalt ermöglichen den heutigen und zukünftigen Generationen den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Auch die Stadt Weißenburg unterstützt das Projekt mit Flächen am Seeweiher-Parkplatz.

YouTube-Video: Vielfalt.Erleben.Altmühlfranken

Biodiversität auf öffentlichen Flächen

Neben diesen Schwerpunktflächen des Projekts können auch Flächen bei Betrieben und Firmen im Landkreis ein erhebliches Potential für die Biodiversität bieten. Um hier ein anschauliches Beispiel zu zeigen, wurde im Rahmen des Projekts ein YouTube-Video bei der Firma Löhnert Elektronik GmbH in Lauf a. d. Pegnitz  erstellt. Anschaulich werden dort Möglichkeiten für die Gestaltung der Außenflächen vorgestellt und deren Bedeutung für die Biodiversität, aber auch für das Betriebsklima, aufgezeigt.

Eine Erstberatung von Betrieben bei der Unteren Naturschutzbehörde ist dazu jederzeit möglich, die Kosten können vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) übernommen werden.