Im Obstlehrgarten Weißenburg
 
 

Fruchtige Vielfalt

Streuobstbestände gehören auf Grund ihrer Strukturvielfalt zu den wertvollsten Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Bis zu 5000 Arten können hier vorkommen. Die Obstbaumbestände in altmühlfranken sind lebende Zeugnisse traditioneller ländlicher Lebensformen.

Unter Streuobstbeständen versteht man im Allgemeinen großwüchsige Bäume verschiedener Obstarten, -sorten und Altersstufen, die an Ortsrändern, auf Feldern, Wiesen und Weiden in unregelmäßigen Abständen „gestreut” stehen. Zum Streuobst werden aber auch Einzelbäume an Wegen, Straßen und Böschungen, kleine Baumgruppen, Baumreihen sowie auch flächenhafte Anlagen mit eher regelmäßigen, aber weiten Pflanzabständen gezählt. Die typische Baumform des Streuobstbaumes ist der Hochstamm.

Seit Jahrhunderten prägen Streuobstflächen entscheidend das Landschaftsbild und haben damit sehr wichtige gestalterische Funktionen im Ortsbereich und in der Landschaft übernommen. In Schnittkursen lernt man selbst, das Wachstum der Streuobstbäume zu unterstützen.

Kulturlandschaft schützen – Vielfalt erhalten

Die wirtschaftliche Bedeutung des Streuobstbaus hat im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft stark abgenommen. Die Verwertung von Streuobst ist daher wichtig für den Erhalt der Streuobstwiesen. Die Neuanlage, Erhaltung und Pflege von Streuobstbeständen wird durch staatliche Programme gefördert. Insbesondere das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten und das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen bieten finanzielle Unterstützung. Im Rahmen von Dorferneuerung und Flurneuordnung werden ebenso Einzelmaßnahmen gefördert. Die Erhaltung historischer Obstsorten ist zudem Teil des Natur- und Umweltprogramms des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Über die Fördermaßnahmen informieren vor allem die Ämter für Landwirtschaft und Forsten, die unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern, die örtlichen Landschaftspflegeverbände oder die Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege zu beziehen.

CronheimSchmetterling auf der StreuobstwieseMosterei in HeidenheimStreuobstwiese bei ThalmannsfeldObstbäume in TheilenhofenObstbäume in Theilenhofen