Frühjahrsputz 2020 Wengen
 
 
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Voller Körpereinsatz beim Müllsammeln für Gruppe 3 der Weißenburger Werkstätten

Am Dienstag, den 6. Juli, machten sich zwei Gruppen aus der Gruppe 3 der Weißenburger Werkstätten auf, um entlang der Dettenheimer Straße im Industriegebiet Müll zu sammeln.

Schon um halb 11 machte sich die erste Gruppe, in Warnwesten und mit Müllsäcken und –greifern bewaffnet, auf den Weg. Nach vielen Zigarettenstummeln auf dem Gehsteig, war man schließlich am Grünstreifen angelangt. Und da ging`s erst richtig los: Schnapsflaschen, Weinflaschen, Bierflaschen, Plastiktüten, OP-Masken, Tüten und Becher eines bekannten Fast-Food-Unternehmens und vieles vieles mehr. Schnell waren die Säcke einigermaßen gut gefüllt und durch die Flaschen auch relativ schwer geworden. Aber der Ehrgeiz war geweckt und es wurde weiterhin jeder greifbare Zigarettenstummel, jedes noch so kleine Bonbonpapierchen aufgesammelt. Praktischerweise waren die Müllzangen magnetisch, was das Aufheben von kleinen Metallteilchen erleichtert hat. Aber nach einer fast einstündigen Sammelaktion, musste man langsam seine Grenzen erkennen. Nicht nur Zäune und Pflasterfugen, in denen sich vieles unlösbar verklemmte, sondern auch die beginnende Mittagssonne, machte den Sammlern das Leben schwer. So machte man sich langsam auf den Heimweg und zurück in der Werkstatt gab es das wohlverdiente Mittagessen.

Kurz nach der Mittagspause machte sich dann auch die zweite Gruppe auf den Weg, die andere Straßenseite war noch zu machen. Wie bei der ersten Gruppe bestanden die Funde auf den ersten Metern hauptsächlich aus Zigarettenstummeln und kleineren Metallteilen. In der Dettenheimer Straße angelangt, fand man wieder das Übliche: Plastiktüten, Bonbonpapierchen, Kaffeebecher, … Bis einer der Teilnehmer eine Entdeckung machte: In einem Gebüsch lagen mehrere Müllsäcke, die schon zum Teil aufgerissen waren. Mit vollem Körpereinsatz wurde gezerrt und gezogen, der Busch beiseite gehalten und alles was ging herausgezogen. Trotz der Mühen musste man sich nach den ersten kleineren Säcken geschlagen geben. Die Arme waren trotz Greifer einfach zu kurz und die Dornen an den Büschen machten es auch nicht leichter. Auf dem weiteren Weg waren weiterhin hauptsächlich Plastiktüten in allen Formen und Farben zu finden. Lange änderte sich nichts an den Fundgegenständen: Zigarettenstummel, Becher, Papiertüten, Folienteile, kleinere Plastik- und Metallteile. Alles wurde eifrig aufgesammelt und eingetütet.

Es gab auch durchaus positive Reaktionen von Verkehrsteilnehmern. Ein LKW-Fahrer sprach sein Lob aus und ein Handwerker hupte und zeigte den Daumen nach oben. Auf dem Rückweg zur Werkstatt wurde noch eine tote Maus entdeckt, die aber liegengelassen wurde. Das Sammeln in der Mittagshitze hat seine Spuren hinterlassen: So gab es zum Feierabend einen klitzekleinen Sonnenbrand und aus den Einmalhandschuhen tropfte der Schweiß.

Insgesamt wurden 4 Müllsäcke unterschiedlich weit gefüllt und nach Feierabend zum Recyclinghof in Weißenburg gebracht.

Text und Bild: Jonas Seßler