Touristische Radinfrastrukturprojekte
Ergänzend zur grün-weiß Beschilderung nach den Standards der FGSV – kurz für Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen – sorgt die Zukunftsinitiative Altmühlfranken mittels Einschubbildern für eine durchgehende Kennzeichnung von touristischen Radrouten. Alle parallel laufenden Routen werden in das Beschilderungssystem mit entsprechenden Signets integriert, sodass langfristig ein einheitliches und klar verständliches Freizeitradwegenetz in ganz Altmühlfranken entsteht.
Qualitätssicherung der touristischen Radrouten
Damit die touristischen Radrouten auch weiterhin auf dem qualitativ hohen Niveau bleiben werden diese regelmäßig in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Wegewarten kontrolliert. Dies betrifft sowohl überregionale Fernradrouten, die nur in Teilstücken in Altmühlfranken verlaufen, als auch regionale Radrouten. Wegebeschaffenheit und Vollständigkeit der Beschilderung sind nur einige der Dinge, die dabei unter die Lupe genommen werden.
Ausarbeitung neuer touristischer Radrouten
Neben der regelmäßigen Qualitätskontrolle bereits etablierter Radrouten werden gemeinsam mit Gemeinden, Tourismusverbänden und weiteren Akteuren auch neue Radrouten entwickelt. Ziel ist es die Gästeströme zu entzerren und eine möglichst vielfältige Auswahl an Sehenswürdigkeiten, sei es kultureller, naturkundlicher oder kulinarischer Natur, miteinander zu verbinden und dadurch deren Bekanntheitsgrad langfristig zu steigern. Ein gelungenes Beispiel für die anschauliche Vermittlung von kulturellem Erbe ist der Jurahaus-Pfad, der von der Zukunftsinitiative Altmühlfranken, den Städten Weißenburg und Treuchtlingen sowie dem Jurahaus-Verein entwickelt wurde und im Sommer 2025 feierlich eröffnet wurde.
Die Rundtour verbindet 35 Jurahäuser, die mit ihrem charakteristischsten Merkmal, dem flach geneigten Dach, das mit mindestens 5 Schichten aus dünnen Kalkplatten gedeckt ist, einzigartig in der Altmühlregion ist. Der Erhalt der Jurahäuser und ihrer bauhandwerklichen Praxis wurde in die bayerische und deutsche Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen; mit dem Jurahaus-Pfad wird dieser Ehre Rechnung getragen und die breite Öffentlichkeit eingeladen, diese regionale Besonderheit kennen zu lernen.
Mit Fördermitteln zum Projekterfolg
Die Zukunftsinitiative Altmühlfranken arbeitet stets eng mit den Beteiligten zusammen, um den Landkreis mit neuen touristischen Radrouten weiter zu bereichern sowie die bestehenden Angebote zu bewahren und aufzuwerten. Dabei schöpft sie aus vorhandenen Fördertöpfen. So konnten beispielsweise die Aufwertung der Jura E-Bike Tour und die Beschilderungsmaßnahmen des GeoRadweges Altmühltal und des Fränkischen WasserRadweges im Rahmen von LEADER-Projekten mit Mitteln der EU und des Freistaats Bayern unterstützt werden.
Erwähnenswert ist auch die gemeinsam realisierte Radwegbeschilderung auf dem Gemeindegebiet Haundorf. Bei dem Projekt, unterstützt mit Geldern aus dem Regionalbudget der ILE-Region Fränkisches Seenland-Hahnenkamm, wurden Knotenpunkte in den Ortsteilen definiert und entsprechende Pfeilwegweiser geplant. Mit Signets wurde der Verlauf touristischer Radrouten in die neue Radwegbeschilderung integriert und dank des Beschilderungskatasters für überörtliche touristische Radwege der Zukunftsinitiative Altmühlfranken konnte die Haundorfer Beschilderung konsequent in das bestehende Netz eingebettet werden.
Die Zukunftsinitiative Altmühlfranken steht den Gemeinden bei geplanten Projekten gern beratend zur Seite.