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Kirchweihkarteln - Tradition in Altmühfranken

Wer in Dietfurt König wird, wird ausgekartelt. Zur Kirchweih findet jährlich das traditionelle Kirchweihkarteln statt. Zu gewinnen gibt es einen schmackhaften Pressack und den Titel des Pressack-Königs.

Zur fränkischen Kirchweih werden mancherorts besondere Traditionen gepflegt. In Dietfurt wird gekartelt. Wer nun denkt, dass Schafkopf gespielt wird, der täuscht sich. Das typische „Kirchweih-Kartl´n“ oder „Presssack-Kartl´n“ ist eine alte Tradition, die Jung und Alt ausgiebig in geselliger Runde austragen. Am Kirchweih Montag trifft man sich im Gasthaus oder in der alten Schule. Eine große Holzscheibe dient als Spielbrett. 60 Startplätze mit je zehn Dübel-Löchern sind darauf zu finden. Es geht los! Vier Packen Schafkopfkarten werden zusammengelegt und ordentlich gemischt. Die Karten wandern von Mitspieler zu Mitspieler und jeder der ein Ass aufdeckt, bekommt einen Dübel zugesteckt. So geht es immer weiter und es wird geratscht und viel gelacht. Der Spieler, der zuerst zehn Holzdübel hat und damit seine Reihe auf der Holzscheibe füllen konnte, ist Gewinner und somit der Presssack-König. Weiterhin wird eine Rangliste erstellt. Im Anschluss gibt es die Preisverleihung mit weiteren Platzierungen und der Übergabe vom „großen Presssack“ an den König. Der Letztplatzierte erhält einen kleinen Presssack als Trostpreis. Umrahmt wird das Spektakel mit Live-Musik und ist gegen 13.00 Uhr beendet. Anschließend wird der König auf einem geschmückten Wagen mit Musik und Tamtam durch das Dorf kutschiert, sodass jeder sehen kann, wer dieses Jahr der König ist. Das obligatorische Siegerfoto und der gemütliche Ausklang des Kirchweihmontags darf im Anschluss natürlich nicht fehlen.

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