Was bedeutet Regenwassermanagement für uns?
Regenwassermanagement bedeutet, einen neuen Weg im Umgang mit Wasser zu gehen. Konkret heißt das für uns in Altmühlfranken:
- Regenwasser vor Ort zurückhalten
- Wasser versickern lassen, statt es schnell abzuleiten
- Regenwasser speichern und sinnvoll nutzen
- Unsere Kanalisation und Gewässer bei Starkregen entlasten
- Böden, Pflanzen und Grünflächen in Trockenzeiten stärken
So wird Regen von einer Herausforderung zu einer Chance: als wichtige Wasserreserve, als natürliche Kühlung für unsere Orte und als entscheidender Beitrag zu mehr Klimaresilienz in unserer Heimat.
Warum das für uns in Altmühlfranken wichtig ist
Auch bei uns in der Region spüren wir die Folgen des Klimawandels: Starkregenereignisse können häufiger und intensiver werden, gleichzeitig nehmen lange Trockenperioden zu. Dadurch stehen wir vor zwei Herausforderungen, die eng zusammenhängen: zu viel Wasser in kurzer Zeit und zu wenig Wasser über einen langen Zeitraum.
Ein bewusster Umgang mit Regenwasser hilft uns dabei, beide Extreme besser abzufedern.
Ein aktives Regenwassermanagement trägt dazu bei, dass:
- bei Starkregen weniger Wasser ungebremst in die Kanalisation fließt,
- Keller, Straßen und Plätze besser vor Überflutung geschützt werden,
- unsere Pflanzen, Bäume und Grünflächen Trockenzeiten besser überstehen,
- mehr Wasser im Boden für die Grundwasserneubildung zur Verfügung steht,
- unsere Orte durch mehr Grün und Verdunstung an heißen Tagen kühler bleiben.
Ein aktives Regenwassermanagement trägt dazu bei, dass:
- bei Starkregen weniger Wasser ungebremst in die Kanalisation fließt,
- Keller, Straßen und Plätze besser vor Überflutung geschützt werden,
- unsere Pflanzen, Bäume und Grünflächen Trockenzeiten besser überstehen,
- mehr Wasser im Boden für die Grundwasserneubildung zur Verfügung steht,
- unsere Orte durch mehr Grün und Verdunstung an heißen Tagen kühler bleiben.
Lösungen für euch zu Hause, für eure Kommune und euren Betrieb
Regenwassermanagement ist ein Gemeinschaftsprojekt, das oft mit kleinen, machbaren Schritten beginnt. Viele Maßnahmen könnt ihr direkt im eigenen Garten, am Haus oder auf euren Außenflächen umsetzen.
Ihr als private Haushalte könnt zum Beispiel:
- Regenwasser in Regentonnen oder Zisternen sammeln,
- Flächen im Garten entsiegeln und für Versickerung sorgen,
- Wasser gezielt in Beete, Mulden oder einen Regengarten leiten,
- robuste, standortangepasste Pflanzen nutzen,
- Einfahrten und Wege versickerungsfreundlicher gestalten.
Eure Kommunen können Regenwasser auf öffentlichen Flächen mitdenken, etwa durch:
- begrünte Mulden entlang von Straßen und Wegen,
- Versickerungsflächen auf Parkplätzen,
- entsiegelte Plätze mit Bäumen und Beeten,
- offene Bodenflächen rund um öffentliche Gebäude,
- die Erstellung von kommunalen Regenwasserkonzepten.
Auch ihr als Betriebe, Vereine und Einrichtungen könnt aktiv werden, zum Beispiel durch Zisternen, begrünte Außenbereiche, entsiegelte Hofflächen oder die Nutzung von Regenwasser für Beete und Reinigungszwecke.
Konkrete Beispiele: Regengärten, Zisternen und Schwammgärten
Besonders anschaulich wird Regenwassermanagement im eigenen Garten.
- Ein Regengarten ist eine leicht vertiefte, bepflanzte Fläche, in die ihr Regenwasser gezielt leitet. Dort kann es versickern und den Boden sowie die Pflanzen versorgen.
- Eine Zisterne sammelt wertvolles Regenwasser vom Dach und macht es später nutzbar – zum Beispiel für die Gartenbewässerung. So spart ihr Trinkwasser und entlastet die Kanalisation.
- Ein Schwammgarten ist ein ganzheitliches Konzept: Euer Garten wird so gestaltet, dass er Wasser wie ein Schwamm aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben kann. Schon eine kleine umgestaltete Fläche hilft dabei.
Zisternen fangen Regenwasser vom Dach auf und machen es später nutzbar – im Garten und im Haushalt.
So funktioniert es:
- Das Regenwasser wird über das Dach aufgefangen.
- Ein Filter reinigt das Wasser von groben Verschmutzungen.
- In der Zisterne wird das Wasser gesammelt und gespeichert.
- Anschließend im Garten oder im Haushalt nutzen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Regenwasser kann ideal zur Gartenbewässerung genutzt werden, eignet sich für die Toilettenspülung im Haushalt und kann zudem für Reinigungszwecke, etwa auf dem Hof oder auf Wegen, eingesetzt werden.
Vorteile:
- spart Trinkwasser
- reduziert die Wasserkosten
- entlastet die Kanalisation
- sorgt für Wasserreserven in Trockenzeiten
Jeder Beitrag zählt: Gemeinsam für ein klimaresilientes Altmühlfranken
Regenwassermanagement ist keine einzelne Maßnahme, sondern ein intelligentes Zusammenspiel vieler Lösungen. Wenn viele von uns mitmachen und Gärten, Höfe, Flächen und Plätze Wasser besser aufnehmen oder speichern, stärkt das unsere gesamte Region.
Jeder Quadratmeter zählt: Wasser, das im Boden bleibt, hilft den Pflanzen. Wasser, das gespeichert wird, steht später zur Verfügung. Wasser, das nicht sofort in den Kanal fließt, schützt unsere Infrastruktur.
So wird Regenwasser zu einem wichtigen Baustein für eine lebenswerte und zukunftsfähige Heimat – Tropfen für Tropfen.
Förderhinweis
Die Informationskampagne „Wasser bewegt Altmühlfranken“ der Zukunftsinitiative Altmühlfranken wird durch das Regionalmanagement des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt.
Gefördert durch: