altmühlfranken. Der starke Süden.

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Schwangerschaft

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Wenn Sie in Deutschland arbeiten und schwanger werden, sollten Sie folgendes beachten:

Sobald Sie von Ihrer Schwangerschaft wissen, sollten Sie zeitnah Ihren Arbeitgeber informieren, am besten mit einer Bescheinigung des Arztes über den voraussichtlichen Geburtstermin. Wann man den Arbeitgeber informieren muss, ist nicht gesetzlich geregelt, allerdings gilt ab dieser Information für die Schwangere das Mutterschutzgesetz.

Das dürfen Schwangere laut Mutterschutzgesetz nicht:

  • Arbeiten mit erhöhter Unfallgefahr (Ausrutschen, Fallen, Abstürzen), wie etwa auf der Baustelle oder beim Umgang mit bestimmten Maschinen
  • mit giftigen oder radioaktiven Stoffen (auch Röntgenstrahlung oberhalb bestimmter Grenzwerte)  oder mit Krankheitskeimen (Labor, best. Klinikbereiche) arbeiten, bei großem Lärm, starker Hitze oder Kälte sowie starken Erschütterungen
  • regelmäßig Lasten heben oder tragen, die schwerer als fünf Kilogramm sind; oder in Einzelfällen Lasten heben, die mehr als zehn Kilo schwer sind
  • ab dem fünften Monat (21. Woche) länger als vier Stunden stehen (z. B. hinter der Ladentheke)
  • sich sehr oft strecken, bücken, beugen, recken oder auf Leitern arbeiten (z. B. im Warenlager)
  • nach dem dritten Monat  in Beförderungsmitteln wie Bussen, Taxis, Flugzeugen arbeiten, weder als Fahrerin noch als Kontrolleurin oder Stewardess
  • am Fließband mit vorgegebener Leistung oder im Akkord arbeiten
  • nach 20 Uhr oder vor 6 Uhr arbeiten, oder sonn- und feiertags arbeiten
  • länger als 8,5 Stunden am Tag oder 90 Stunden innerhalb von zwei Wochen arbeiten

 

In einigen wenigen Berufen dürfen Sie nicht weiterarbeiten, wenn Sie schwanger sind, z.B. wenn Sie als Erzieherin im Kindergarten arbeiten.

Der Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt. Vor der Geburt darf man arbeiten, wenn man möchte, die 8 Wochen nach der Geburt darf man das nicht.

Wer berufstätig war und schwanger wird erhält in der Mutterschutzzeit ein Mutterschaftsgeld. Dies muss man bei seiner Krankenkasse beantragen. Krankenkasse und Arbeitgeber zusammen bezahlen das Mutterschaftsgeld in Höhe des Nettolohnes (Durchschnitt der letzten drei Monate).

Wer arbeitslos ist und schwanger wird, erkundigt sich bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter wegen Mutterschaftsgeld. Privat Versicherte erhalten von ihrer Kasse kein Mutterschaftsgeld, lediglich vom Arbeitgeber dessen üblichen Anteil. Hausfrauen haben überhaupt keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.


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