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Kostenloser Filmabend zum Thema „Essstörungen“

Die Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ der Gesundheitsregion plus lädt am Montag, den 15. Januar 2018, um 18 Uhr, alle Interessierten in das Central Kino nach Treuchtlingen ein.

Trailer zum Film

Essen ist eigentlich Genuss und ein Ausdruck von Lebensfreude. Es gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen und lässt Organe, Muskeln und Gehirn ordnungsgemäß arbeiten. Wenn sich im Leben aber alles nur noch ums Essen dreht und das gesunde Essverhalten aus dem Gleichgewicht gerät, kann eine Essstörung vorliegen.

Nicht jede Auffälligkeit führt zwangsläufig in eine Essstörung, dennoch sollten Eltern, Lehrkräfte und Vertrauenspersonen wachsam sein. Der Übergang von gestörtem Essverhalten zur Krankheit „Essstörung“ verläuft schleichend. Wird die Diät zu einem Dauerzustand oder ändert sich die Einstellung zum Essen so drastisch, dass nicht mehr lustvoll gegessen werden kann, besteht Handlungsbedarf.

Für Menschen mit Essstörungen, vor allem für Jugendliche, ist es von großer Bedeutung, dass sie angesprochen werden. Die meisten Betroffenen verdrängen die Nachteile und Gefahren einer Essstörung und haben eine verzerrte Wahrnehmung. Sie sehen die aktuelle Situation oft als „normal“ an und mit vielen „Vorteilen“ verbunden.

„Wichtig ist es, aufmerksam zu sein und zu bleiben, denn die Erkrankung kann dem Körper massiv schaden und Langzeitfolgen verursachen. Mit dem kostenlosen Filmabend wollen wir die Aufmerksamkeit auf dieses sensible Thema lenken.“, wirbt die Leiterin der Geschäftsstelle Gesundheitsregionplus am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen Theresa Hausen für den Filmvortrag in Treuchtlingen.

Der Film „Stella – Kleine große Schwester“, welcher am 15. Januar 2018, um 18 Uhr, im Kino in Treuchtlingen gezeigt wird, greift das Thema Essstörungen auf: Die 12-jährige Stella steckt mitten in der Pubertät. Sie kämpft mit Selbstzweifeln, verliert sich in Tagträumen und ist in ihren Eiskunstlauflehrer Jakob verliebt. Aber ein anderes Problem wiegt sehr viel schwerer. Stellas Schwester Katja, ihr großes Vorbild, hat ein Geheimnis. Sie ist magersüchtig. Stella merkt schnell, dass irgendetwas mit ihrer Schwester nicht stimmt und möchte sich den Eltern mitteilen, doch Katja zwingt sie zu schweigen. Langsam beginnt Katjas Krankheit die Familie zu spalten. Eine Geschichte über das Heranwachsen, Liebe, Vertrauen und Verrat.

Die schwedische Regisseurin Sanna Lenken litt als junges Mädchen selbst an Magersucht und versucht mit diesem Film den weit verbreiteten Klischees in der Darstellung von Essstörungen zu begegnen. Junge Menschen sollen lernen, für sich selbst einzustehen, wie Stella das tut. Die Regisseurin möchte zeigen, dass die Mädchen frei sind. Sie haben die Freiheit zu sein, wer oder was sie sein möchten.

Im Anschluss an die Vorführung diskutieren Claudia Planötscher (Beratungsstelle Essstörungen Weißenburg), Susanne Geilhardt (Diplom-Psychotherapeutin) und Dr. Peter Löw (Internist) mit allen interessierten Zuschauern über den Film. Außerdem besteht die Möglichkeit Fragen an die Fachexperten zu stellen. Durch den Abend führt die Sprecherin der Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ Tanja Günther von der Kiss Weißenburg.

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